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Die Erfindung des Kunststoffs am Anfang des 20. Jahrhunderts hat unseren Alltag tiefgreifend verändert: Wir leben in einer Welt voller Plastik. 100 Kilogramm Plastik benötigt allein ein Europäer pro Jahr. Bis zum Jahr 2050 werden es nach UNEP-Prognosen bereits 140 Kilogramm sein.

Bekannt ist insbesondere das Phänomen des Plastikmülls in den Meeren. Allerdings ist mittlerweile bekannt, das Plastik auch ein großes Problem auf dem Land und in der Luft darstellt. Zuletzt wurde Mikroplastik im menschlichen Kot gefunden. Dieses Mikroplastik kann über den verzehr von Meeresbewohnern – zum Beispiel Fisch – aufgenommen worden sein, welche vorher Plastik im Meer gefressen haben. Aber auch andere Quellen sind mittlerweile denkbar.

Mikroplastik

Denn mehrere Studien haben ergeben, dass insbesondere Mikroplastik in Binnengewässern, wie zum Beispiel Flüsse und Seen in beachtlichen Dimensionen vorkommt.

Aber auch in europäischen Böden wurde Plastik – insbesondere Mikroplastik – gefunden. Das Mikroplastik gerät durch Abwässer in die Klärwerke. Quellen können Kosmetika oder Kleidung sein. Die Klärwerke können das Mikroplastik nur zu einem geringen Prozentsatz filtern – sofern sie nicht über allerneuste Filtersysteme der Reinigungsstufe 4 verfügen. Über den Klärschlamm gerät das Plastik dann auf die Felder. Es laufen bereits Studien, die feststellen wollen, ob Mikro -oder Nanoplastik auf den Feldern in Pflanzen geraten kann. Die Forschung steht in diesem Bereich noch am Beginn.

Mikroplastik wurde bereits in Leitungswasser nachgewiesen. Auch in Honig und Bier. Es mehren sich die Quellen, über die der Mensch Mikroplastik aufnimmt.

Durch Funde in entlegenen Regionen – wie zum Beispiel der Arktis, wurde nachgewiesen, dass Mikroplastik auf in der Luft vorhanden ist. Dies bestätigten Funde von Mikroplastik im Regen in den Rocky Mountains der USA. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Mensch (aber auch Tiere) Mikroplastik einatmen.

Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass jeder Mensch im Schnitt die Menge einer Kreditkarte mit einem Gewicht von 5mg an Mikroplastik im Jahr aufnimmt.

Es zeigt sich: nicht nur Plastik in den Meeren ist das Problem. Es entsteht eine Plastikwelt. Das PLasozän hat begonnen.

Informationen zu Mikroplastik und Lösungsanätze zum Problem des Mikroplastik finden Sie auf unserer Kampagnenseite www.mikroplastik.de.