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Geschichte des Plastiks

Die Erfindung des Kunststoffs am Anfang des 20. Jahrhunderts hat unseren Alltag tiefgreifend verändert: Wir leben in einer Welt voller Plastik. 100 Kilogramm Plastik benötigt allein ein Europäer pro Jahr. Bis zum Jahr 2015 werden es nach UNEP-Prognosen bereits 140 Kilogramm sein.

Das Material verspricht eine endlose Wandlungsfähigkeit, Kunststoffprodukte sind in allen Lebensbereichen anzutreffen: Plastikverpackungen, Plastikflaschen, Plastiktüten, Spielsachen, Autoteile, Laptops, Kunstfaserkleidung,. Trotz ihrer Allgegenwart sind uns aber erstaunlicherweise die Herkunft, die Verarbeitung, die Eigenschaften und auch die Gefahren vieler Kunststoffe weitgehend unbekannt.

Plastik ist der umgangssprachliche Ausdruck für Kunststoffe aller Art. Das Wort „Plastik“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich die geformte/formende Kunst. Als Kunststoff wird ein Material bezeichnet, das „künstlich“, sprich synthetisch, erzeugt wurde. Chemisch gesehen sind Kunststoffe organische Stoffe. Alle Kunststoffe enthalten das Element Kohlenstoff. Weitere Bestandteile sind unter anderem die Elemente Wasserstoff, Sauerstoff,
Stickstoff und Schwefel.
Synthetische Kunststoffe werden aus Erdöl, Kohle und Erdgas gewonnen. Das für die Kunststofferzeugung am häufigsten verwendete Ausgangs produkt ist Rohbenzin (Naphtha). Etwa fünf Prozent des aus den Raffinerien kommenden Erdöls wird in der Kunststoffindustrie verbraucht. Allerdings wird sich dieses Verhältnis in den kommenden Jahren rasant ändern. 2050 wird 20% allen Erdöls für die Produktion von Plastik eingesetzt.

Plastik als Problem der Meere

Damit wächst auch die Menge des weltweit produzierten Plastiks. Und die Menge des Plastiks, dass in die Meere gelangt. 2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben.

Die Menge des Plastiks in den Ozeanen kann nur geschätzt werden. Man geht derzeit von 150 Millionen Tonne aus. Laut UNO werden jedes Jahr 6 Millionen Tonnen Kunststoffmüll in die Meere eingetragen. Mit wachsender Tendenz.

In den Ozeanen bildet bilden sich gigantische Müllstrudel. Der größte hat die Größe Europas.

Das ist das sichtbare Plastik in der Umwelt. Dazu kommt Mikroplastik in Flüssen, Seen und Meeren. Dies ist nicht sichtbar.

Große Plastikteile werden von Meeresbewohnern mit Nahrung verwechselt. Es mehren sich tote Wale und Schildkröten, die mit vollen Plastikmägen verhungert an den Küsten angespült werden. Forscher gehen davon aus, das ca. 90% aller Seevögel Plastik im Magen haben. Fische und andere kleinere Meeresbewohner fressen die Mikroplastik Partikel im Meer. Dort setzen diese Partikel Giftstoffe wie Weichmacher frei. Und am Ende gelangen diese auf unsere Teller.

Die zehn größten Umweltverschmutzer der Weltmeere.
(Angabe: Millionen Tonnen an Plastikmüll, die pro Jahr im Ozean landen.)

1. China 8.8 Millionen Tonnen
2. Indonesien 3.2
3. Philippinen 1.9
4. Vietnam 1.8
5. Sri Lanka 1.6
6. Thailand 1.0
7. Ägypten 1.0
8. Nigeria 0.9
9. Malaysia 0.9
10. Bangladesch 0.8

Plastik im Binnenraum

Mittlerweile haben mehrere Studien ergeben, dass insbesondere Mikroplastik in Binnengewässern, wie zum Beispiel Flüsse und Seen in beachtlichen Dimensionen vorkommt.

Aber auch in europäischen Böden wurde Mikroplastik gefunden. Nicht nur auf Feldern, wo dieses durch Klärschlamm aufgetragen wurde, sondern auch in Naturschutzgebieten durch anderen Eintrag.

Die Forschung steht in diesem Bereich noch am Beginn. Informationen zu Mikroplastik und Lösungsanätze zum Problem des Mikroplastik finden Sie auf unserer Kampagnenseite www.mikroplastik.de.

Plastik im Körper

Plastik enthält die unterschiedlichsten Chemikalien. Zu nennen sind Bisphenole und Weichmacher. Im Wasser neigt Plastik dazu, freie Chemikalien an sich zu binden und reichert somit die Maße der Chemie in den einzelnen Plastikteilen an. Diese Chemikalien können vom Menschen aufgenommen werden. beispielsweise, wenn er Meerestiere verspeist, die Plastik geschluckt haben. Oder beim trinken aus der Plastikflasche.

Diese Stoffe können die verschiedensten Krankheiten hervorrufen. Weitere Informationen dazu finden sich hier.