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Immer mehr Plastik befindet sich in den Meeren. 150 Millionen Tonnen sind es derzeit. Der bunte Plastikmüll auf dem Meer tötet Vögel und andere Meeresbewohner, verstopft Fischernetze und klemmt sich in Schiffsschrauben. Das Plastik im Meer besteht aus Makroplastik (großen Plastikstücken) und Mikroplastik (sehr kleinen Plastikteilen).

Die Menge des Plastiks in den Meeren wird bis 2050 extrem anwachsen. Alleine 8 – 12 Millionen Tonnen gelangen jährlich in die Meere. 2050 wird es mehr Fische als Plastik in den Meeren geben.

80 Prozent des Kunststoffmülls gelangen über Flüsse in die Ozeane. Über 10 Flüsse gelangt bis zu 90% des Plastikmülls in den Ozeanen dorthin.

Bildergebnis für 10 flüsse plastik

Die zehn größten Plastikmüll-Einträger-Länder in die Weltmeere sind unten dargestellt.
(Angabe: Millionen Tonnen an Plastikmüll, die pro Jahr im Ozean landen.)

1. China 8.8 Millionen Tonnen
2. Indonesien 3.2
3. Philippinen 1.9
4. Vietnam 1.8
5. Sri Lanka 1.6
6. Thailand 1.0
7. Ägypten 1.0
8. Nigeria 0.9
9. Malaysia 0.9
10. Bangladesch 0.8

Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane. Diese machen jedoch nur 15 Prozent des Mülls aus, mehr als 70 Prozent sinkt auf den Meeresboden und bleibt unserem Auge verborgen, weitere 15 Prozent werden an den Küsten angespült – was wir sehen ist also nur die Spitze des Eisbergs.

In den Ozeanen bildet bilden sich gigantische Müllstrudel. Der größte Müllstrudel im Pazifik hat die Größe Europas.

Das Problem des Plastikmülls stellt die extrem lange Zeit dar, die Plastik im Meer bis zur völligen Auflösung benötigt, bis zu 450 Jahre und länger.

Selbst wenn die Menschheit morgen damit aufhörte, Plastik zu produzieren – die vielen Millionen Tonnen, die bislang in die Ozeane gelangt sind, werden noch viele Jahrhunderte mit den Strömungen um die Welt treiben. Plastik ist im Meer nahezu unvergänglich, es zersetzt sich über Jahrhunderte und gibt so nach und nach kleinere Bruchstücke und Giftstoffe an die Umgebung ab. Zudem gelangt Mikroplastik aus Kosmetik- und Körperpflegeprodukten, Reifenabrieb, Industriepellets, Fleece aus Kleidung permanent über die Abwässer in die Meere. Waschmaschinen und Kläranlagen verfügen noch über keine Möglichkeiten, diese Partikel auszusondieren. Ausnahme sind einige wenige Kläranlagen mit sogenannten Tuchfiltern.

Täglich kommen große Teile aus Makroplastik in die Meere . wie oben dargestellt meist über die Flüsse.

Ansätze zu Lösungen für den Eintrag von Plastik in die Weltmeere sind hier dargestellt.